Imágenes de páginas
PDF
EPUB
[ocr errors]

gemeinen Soldaten auf, der den Rathgeber, den verkleide: ten Cobrus, in der ersten Hiße des Aufruhrs ermordet. Und indem es nun bekannt wird, daß ihre Wuth das Oras tel erfüllet, haben die Atheniensischen Gefangenen, deren nach meiner Anlage eine große Anzaht seyn können, rich in Freiheit gefegt, und richten unter den Doriern eine ro schreckliche Niederlage an, daß fie die Flucht ergreifen müs. fen. Was sagen Sie von diesen ersten Zügen? Man müsste sehr unfruchtbar reyn, wenn man nicht ohne alle Episoden fünf Aufzüge darnach vollmachen könnte. Die meiste Kunst würde darin bestehen, daß die Person des Codrus immer die vornehmste bliebe, und daß die verstellte Rolle, die er spielt, seinem Charakter und seinem edeln Vorsaße nicht nachtheilig würde. Wenn Sie und

und Herr
Nicolai etwas Gutes in diesem Entwurfe finden, so will
ich ihn, besser und weiter ausgeführt, seiner Kritit an
einem bequeinen Orte mit einrücken. So scheint er noch
ein wenig tahl.

Wegen des Herrn von Cronegt fügen Sie nur Herrn
Nicolai, daß es hier eine långst bekannte Sache Tey, daß
nieinand als dieser junge Baron der Verfasser des Codrus
Tey. Es befinden fich hier eine ziemliche Anzahl von seinen
Freunden, auf die er sich fühnlich deswegen berufen kann.

Wie wird es mit dem Portrait zu dem dritten Bande
werden? An das Portrait des Hrn. v. Kleist ist gar nicht
zu denten.

Leben Sie wohl, liebster Freund, und schreiben Sie
mir doch ja fein bald, und fein viel, damit unser Briefs
wechsel wieder in fein altes Gleis komme. Nun wird ein
zwar am långsten gedauert haben.

An Fr. Nicolai will ich nåchftens umståndlich schreis
ben. Ich bin
Leimis, d. 18. febr. 1758.

ganz der Fhrige

Lessing.

[ocr errors]

1

[merged small][ocr errors][merged small][ocr errors][ocr errors][merged small][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors][merged small]
[ocr errors][merged small][ocr errors][ocr errors]

Unter den vielen innern und duffern Vorzügen, welche den Schriften dieses unfterblichen Weltweisen eigen sind, ist es keiner der geringften, daß fie uns mit der Schten Manier des Sokratis rohen Dialog's am všligsten bekannt machen. Der vielfache Nußen der von seinem großen Lehrer beim mündlichen Unterricht gew&blten Methode, war unfireitig feinem berühmtesten Schüler zu wichtig und einleuchtend, um diese Gesprächsform nicht auch bei der schriftlichen Aufbewahrung feines Unterrichts beijubehals ten; und lebhafter konnte er der Nachwelt den ganzen Gang und Charakter desselben nicht vergegenwärtigen. Hier wird es zu meits läuftig, auch nur die vornehmsten Eigenschaften der Platonischen Dialogen aus einander zu legen. Dieß ist schon von mebrern eins fichtsvollen Kunstrichtern geschehen, vorzüglich von Geddes, in reis 'nem lehrreichen Versuche über die Komposition und Schreibart der Alten, den man im dritten Bande der Serlinischen Sammlung vermischter Schriften zur Beförderung der schenen Wissenschaften und Künfte übersekt findet. Sie sind vornehmlich von zmiefacher Art, beweisend und forschend. In jenen werden schon bekannte Wahrheiten bef&tigt; in diesen unbekannte oder noch zweifelhafte Wahrheiten aufgesucht und geprüft. Aber auch von Seiten del. Charakteristischen, der revenden Personen, und des eigerthumlis chen Dons derfelben, haben sie große Schonheiten. Bon jebet wurden daher diese Dialogen ungemein geschårt; die Nomer ließen file ihre Jugend auswendig lernen, und bei Gastmahlen hersagen. Die hier mitgetheilte kleine Probe ift aus dem ersten Alcibiades, oder von der menichlicher Natur genommen, deren Schwiches

und und Bcbärfuiffe darin vortrefflid) entwickelt werden. Sokrates sucht den jungen Alcibiades immer mehr auf diese Bedürfnisse, und das uothwendige Bestreben nach fittlicher Güte, aufmerksam zu machen, und fångt in dem hier folgenden Theile des Gesprächs an, ihn auf die daju erforderlichen Mittel hinzuleiten.

Aus dem Dialog,
και οι 6 ι α δ € 8. Ι.

ΑΛΚΙΒΙΑΔΗΣ. Τίναι έν χρή την επιμέλειαν, ώ Σώκρατες, ποιείσθαι, έχεις εξηγήσασθαι και παντός γαρ μάλλον έoικας αληθή είρηκότι.

ΣΩΚΡΑΤΗΣ. Νάι. αλλα γαρ κοινή βελή, ώ τινι τρόπο αν ότι βέλτισοι γενοίμεθα. εγω γαρ του, και περί μεν σε λέγω, ως χρή παιδευθήναι, περί εμά δε ά. ε γαρ έω' ότω σε διαφέρω, πλην γε ενί.

ΑΛΚ. Τίνι;

ΣΩΚ. Ο επίτροπος και έμός βελτίων έσι και σοφώτερος, ή Περικλής, σός.

Α. Τις έτος, ώ Σώκρατες;

Σ. Θεός, ώ Αλκιβιαδη, ώσπερ σοι με έκ εία προ τήσδε της ημέρας διαλεχθήναι. και και πισεύων λέγω, ότι η επιφάνεια δι' έδενός άλλα σοι έσαι, ή δι' εμέ.

Α. Παίζεις, ώ Σώκρατες.

Σ. Ίσως. λέγω μέν τοι αληθή, ότι επιμελείας δεόμεθα. μάλλον μεν πάντες άνθρωποι, αταρ να γε και μάλι σφόδρα.

[merged small][ocr errors]
« AnteriorContinuar »