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in den Citaten habe ich allerdings verbessert; späterhin, seitdem ich den Plan einer Publikation hatte, sind auch solche Änderungen, wie unten angegeben, gekennzeichnet, jedoch schien mir die große Mühe, alle Citate auf diese und ähnliche Kleinigkeiten vor dem Druck nochmals zu prüfen, in gar keinem Verhältnis zu dem Wert der Sache zu stehen, zumal ja die Worte an den angegebenen Originalstellen von Interessenten in besonderen Fällen doch jedenfalls nachgeprüft werden würden. Bei einigen wenigen Citaten habe ich auch wohl zwei Absätze umgestellt, wenn hierdurch das aus dem Zusammenhang gerissene Citat leichter verständlich wurde, auch sonstige unwesentliche Änderungen vorgenommen, z. B. ein durch Aufhebung des Zusammenhangs überflüssig gewordenes Verbindungswort fortgelassen oder dgl., ohne daß es mir — aus dem angegebenen Grunde — möglich war, dies immer anzugeben resp. anzudeuten. Einige wenige Citate werden erst durch die vorhergehenden verständlich, andere haben erläuternde Zusätze erhalten, von denen einige „Noten“) aus technischen Gründen an das Ende des Buches gesetzt werden mußten. Jedoch glaubte ich hinsichtlich solcher Erläuterungen nicht allzu weit gehen zu dürfen, da allzuviele Anmerkungen den Leser nur belästigen; bei einzelnen vielleicht überflüssig erscheinenden Zusätzen wolle der deutsche Leser berücksichtigen, daß das Buch sich vielleicht auch außerhalb Deutschlands einige Freunde erwerben möge. Ließen sich erläuternde Zusätze zwanglos in den Text des Citats selbst einfügen, so ist dies geschehen, zumal immer dann, wenn hierfür auch eigene, vorher oder nachher gebrauchte Worte des citierten Autors benutzt werden konnten; solche Zusätze im Text sind in eckige Klammern [] eingeschlossen, während runde Klammern () original sind, also von dem citierten Autor herrühren. Ebenso bedeuten in den Stellenangaben und bei Übersetzungen eckige Klammern Zusätze von mir, während eine dem betreffenden citierten Werk entnommene Übersetzung oder die Zusätze von Herausgebern z. B. in einer Briefstelle das vom Herausgeber zugesetzte Datum oder dgl. in runde Klammern eingeschlossen sind. Die mit Ziffern 1) etc. eingeleiteten Fußnoten rühren, wofern nicht anders bemerkt, von mir her, während die dem Citat als solchem angehörenden Anmerkungen unmittelbar auf das Citat folgen und durch Asterisken (*) eingeführt sind (z. B. S. 50). Bei den Hinweisen, welche die Fußnoten geben, bezieht sich, wenn die Seitenzahl durch „S.“ bezeichnet ist, der Hinweis auf dieses Buch selbst, während bei einem Hinweis auf eine andere Stelle des citierten Werkes diese durch ein „p.“ charakterisiert ist. Sind in den Stellenangaben Verlagsort und Verlagsjahr vermerkt, so sind diese zur Unterscheidung von anderen Orts- und Zeitangaben in runde Klammern geschlossen, so daß eine Angabe, wie z. B. „Verhandl. des 1. intern. Mathem.-Congr. Zürich 1897 (Leipzig 1898)“ ohne weiteres verständlich sein dürfte. Bei Zeitschriften, bei denen mehrere Serien zu unterscheiden sind, folgt die wie üblich in runde Klammer geschlossene Serienzahl auf den Namen der Zeitschrift, worauf dann die Zahl des Bandes kommt. Bei den sehr häufigen Stellen aus Briefen sind, abgesehen von pinigen besonderen Fällen, Ort und Datum, unbeschadet der Schreibweise des Originals, der Einfachheit und Übersichtlichkeit halber, in gleicher Weise angegeben und zwar nach dem folgenden Muster: Magdeburg, 18. V. 1904.

kann man hierfür leicht schon jetzt Belege beibringen: ich greife drei Briefe Gauss' heraus, welche alle dem Jahre 1814 angehören und auf einen Zeitraum von nur 2 Monaten (13. Sept. 13. Nov.) entfallen; in dem 1860 erschienenen Band I des Briefwechsels Gauss-Schumacher heißt es p. 108: ,,diesmal" (Original-Schreibweise), in dem 1880 publizierten Briefwechsel Gauss-Bessel dagegen (p. 203) modernisiert: diess Mal, schließlich nach abermals 20 Jahren in dem 1900 ausgegebenen Briefwechsel Gauss-Olbers (p. 561) wieder: „diesmal". Zudem wird mit der Modernisierung in keinem der beiden erwähnten Werke wirklich radikal vorgegangen, so daß man selbst in dem neueren Werke Schreibweisen findet, die schon jetzt als veraltet anzusehen sind und daher möglicherweise von einzelnen Lesern störend empfunden werden, womit dann natürlich das Hauptargument für das beobachtete Verfahren ziemlich hinfällig wird.

W. Ahrens.

Der Zweck der Wissenschaft ist, die Wirklichkeit zu begreifen und das Vergängliche aufzufassen als die Erscheinungsform des Unvergänglichen, des Gesetzes.

H. VON HELMHOLTZ. 8. „Anspr. u. Red. geh. bei der HelmholtzFeier 2. XI. 1891“ (Berlin 1892), p. 13.

Omnis philosophiae difficultas in eo versari videtur, ut a phaenomenis motuum investigemus vires naturae, deinde ab his viribus demonstremus phaenomena reliqua.

ISAAC NEWTON. ,,Principia mathem. philosophiae naturalis“,

Auctoris praefatio ad lectorem.

Unter Erklären versteht der Naturforscher nichts anderes, als das Zurückführen auf möglichst wenige und möglichst einfache Grundgesetze, über die er nicht weiter hinaus kann, sondern sie schlechthin fordern muss, aus ihnen aber die Erscheinungen erschöpfend vollständig als nothwendig ableitet.

Gauss. „Erdmagnetismus und Magnetometer.“

8. Werke, Bd. 5 (1877), p. 315/316.

Das endliche Ziel der theoretischen Naturwissenschaften ist, die letzten unveränderlichen Ursachen der Vorgänge in der Natur aufzufinden. Ob nun wirklich alle Vorgänge auf solche zurückzuführen seien, ob also die Natur vollständig begreiflich sein müsse, oder ob es Veränderungen in ihr gebe, die sich dem Gesetze einer nothwendigen Causalität entziehen, die also in das Gebiet einer Spontaneität, Freiheit, fallen, ist hier nicht der Ort zu entscheiden; jedenfalls ist es klar, dass die WissenAhrens, Scherz und Ernst i. d. Mathem.

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schaft, deren Zweck es ist, die Natur zu begreifen, von der Voraussetzung ihrer Begreiflichkeit ausgehen müsse, und dieser Voraussetzung gemäss schliessen und untersuchen, bis sie vielleicht durch unwiderlegliche Facta zur Anerkenntniss ihrer Schranken genöthigt sein sollte.

HELMHOLTZ.
Uber die Erhaltung der Kraft“, Vortr. phys. Ges.

Berlin 23. VII. 1847.
8. Ostwald's Klassiker d. exakt. Wiss. No. 1, p. 4.

Ein Gewitter, welches die Sonne verdunkelt, heisst Zufall: eine, durch den Mond verursachte Sonnenfinsterniss heisst nicht Zufall: von dem einen Ereignisse wissen wir nicht die Ursachen, von dem anderen sind sie uns sehr bekannt; es hat aber eine Zeit gegeben, wo eine Finsterniss auch Zufall hiess viele Dinge, welche jetzt Zufall heissen, werden in der Folge diesen Namen verlieren und es ist überhaupt klar, dass der ganze Begriff relativ ist. Als Newton anfing Licht in der Welt zu verbreiten, wurde Vieles aus dem dunkelen Reiche des Zufalls hervorgezogen; ein anderer Newton würde die Ursachen anderer Dinge enthüllen, und es ist ein Verstand denkbar, für welchen wenig Zufälliges übrig bleiben würde.

F. W. BESSEL. „Über Wahrscheinlichkeitsrechnung.“ 8. Populäre Vorlesungen, herausg. v. Schumacher

(Hamburg 1848), p. 391.

Tous les événemens, ceux même qui par leur petitesse, semblent ne pas tenir aux grandes lois de la nature, en sont une suite aussi nécessaire que les révolutions du soleil. Dans l'ignorance des liens qui les unissent au système entier de l'univers, on les a fait dépendre des causes finales, ou du hasard, suivant qu'ils arrivaient et se succédaient avec régularité ou sans ordre apparent; mais ces causes imaginaires ont été successivement reculées avec les bornes de nos connaissances, et disparaissent entièrement devant la saine philosophie qui ne

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voit en elles, que l'expression de l'ignorance où nous sommes des véritables causes.

Nous devons . . envisager l'état présent de l'univers, comme l'effet de son état antérieur, et comme la cause de celui qui va suivre. Une intelligence qui pour un instant donné, connaîtrait toutes les forces dont la nature est animée, et la situation respective des êtres qui la composent, si d'ailleurs elle était assez vaste pour soumettre ces données à l'analyse, embrasserait dans la même formule, les mouvemens des plus grands corps de l'univers et ceux du plus léger atome: rien ne serait incertain pour elle, et l'avenir comme le passé, serait présent à ses yeux. L'esprit humain offre dans la perfection qu'il a su donner à l'astronomie, une faible esquisse de cette intelligence. Ses découvertes en mécanique et en géométrie, jointes à celle de la pesanteur universelle, l'ont mis à portée de comprendre dans les mêmes expressions analytiques, les états passés et futurs du système du monde. En appliquant la même méthode à quelques autres objets de ses connaissances, il est parvenu à ramener à des lois générales, les phénomènes observés, et à prévoir ceux que des circonstances données doivent faire éclore. Tous ses efforts dans la recherche de la vérité, tendent à le rapprocher sans cesse de l'intelligence que nous venons de concevoir, mais dont il restera toujours infiniment éloigné. Cette tendance propre à l'espèce humaine, est ce qui la rend supérieure aux animaux; et ses progrès en ce genre, distinguent les nations et les siècles, et fondent leur véritable gloire.

LAPLACE. ,Essai philosophique sur les probabilités“,

3ième éd. (Paris 1816), p. 2—4.

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Kennte man alle Kräfte der Natur und wüßte man, welches der Zustand der Materie in einem Zeitpunkte ist, so würde man ihren Zustand für jeden späteren Zeitpunkt durch die Mechanik ermitteln, und ableiten können, wie die mannigfaltigen Naturerscheinungen einander folgen und begleiten. Das

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